Einladung zur Online-Infoveranstaltung am 25. März Wir starten in den dritten CAS-Durchgang «Entwicklungsorientierter Unterricht»!
Unser CAS bietet Lehrpersonen im Zyklus 1 und 2 fundiertes Fachwissen zur kindlichen Entwicklung sowie ein grosses Spektrum an individuellen Fördermöglichkeiten für Schüler:innen. Der nächste Durchgang startet im September 2026. Interessent:innen empfehlen wir die Teilnahme an unserer virtuellen Infoveranstaltung: Am 25. März 2026 (12.30 bis ca. 13.30 Uhr) wird Ihnen die Studiengangsleitung alles Wissenswerte über die Ziele, den Ablauf und die Inhalte des CAS erläutern und individuelle Fragen beantworten.
Michael von Rhein ist leitender Arzt der Entwicklungspädiatrie am Universitäts-Kinderspital Zürich und verantwortet dort den Bereich «Sonderpädagogik». In seinem Vortrag, der bereits ausgebucht ist, wird er anhand der aktuellen Studienlage und eigener Daten erläutern, warum ADHS-Abklärungen heute viel häufiger stattfinden als früher. Zudem widmet er sich der Frage, ob unsere Gesellschaft speziell in Schule und Ausbildung bereit ist, auf die individuelle Variabilität der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einzugehen. Und was können Eltern und Fachpersonen tun können, um einen besseren Umgang mit betroffenen Kindern zu finden? Was schützt vor Überforderung? Wie kann man ein gutes Umfeld schaffen und ein verlässliches Netz bauen, das trägt?
«Unser Kind hört einfach nicht auf uns», berichten viele Mütter und Väter. «Egal, ob wir eine Belohnung in Aussicht stellen oder eine Konsequenz androhen: Wir kommen immer schlechter miteinander klar.» Oft bewegen sich solche Familien in einem Teufelskreis aus Belohnung und Strafe, Macht und Ohnmacht. Um aus diesen Kreisläufen auszusteigen und das hochbelastende Gefühl der Machtlosigkeit zu bewältigen, ist es für Eltern wichtig, Ohnmachts- und Überforderungszeichen an sich selbst und ihrem Kind zu erkennen und Handlungsalternativen zu entwickeln. Oliver Dierssen zeigt in diesem Vortragsvideo anhand von Fallbeispielen und praktischen Übungen, wie sich Eltern von Ohnmachtsgefühlen befreien und Konfliktsituationen gelassener bewältigen können.
Dr. Barbara Studer ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin. In ihrem Kosmos Kind-Vortrag am 19. Mai (18.30 Uhr) wird sie zentrale Erkenntnisse aus der Gehirnforschung über neurodivergente Informations-Verarbeitung, Aufmerksamkeit und emotionale Regulation vorstellen. Welchen Einfluss haben Bildschirm-Medien und welche Faktoren können das Wohlbefinden, die Kreativität und das Lernen fördern? Die Autorin («Hirnpower») möchte zudem aufzeigen, wie wir Umgebungen gestalten können, die neurodivergente Kinder stärken und in denen unterschiedliche Denk- und Wahrnehmungsweisen als Bereicherung statt als Abweichung verstanden werden. Sie können sich auf der Warteliste eintragen. Wir benachrichtigen Sie gerne, sobald Tickets verfügbar sind.
Die Heterogenität von Lerngruppen stellt viele Schulteams vor grosse Herausforderungen. Mehr Handlungskompetenz der Lehrpersonen und somit eine Entlastung aller Beteiligten lässt sich durch Kenntnisse über variable Entwicklungsverläufe und diverse Störungsbilder erreichen – das ist das Credo unserer Weiterbildung «Entwicklungsorientierte Schule». Sie bietet Schulen aller Stufen neben einem interdisziplinären Wissensfundus auch Empfehlungen für die Anwendung passender Lehr- und Lern-Arrangements im Unterrichtsalltag.
Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter gehören zu den häufigsten psychischen Störungen in dieser Altersgruppe. Für die betroffenen Kinder und deren Familien sind Zwangsgedanken und Zwangshandlungen extrem belastend und können dazu führen, dass sie den Kindergarten, die Schule oder die Ausbildung nicht mehr besuchen. Oftmals wird auch der Familienalltag der Zwangssymptomatik untergeordnet. Warum eine frühe Diagnose wichtig ist und wie wirksame Interventionen den Leidensdruck für die ganze Familie reduzieren können, erklärt die Professorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Video!
Unser Kursangebot Kosmos Familie richtet sich an allein und gemeinsam erziehende Eltern, an Grosseltern sowie an andere nahe Bezugspersonen. Fachpersonen aus unserer Beratungsstelle beantworten individuelle Anliegen auf der Basis von Erkenntnissen aus der entwicklungspädiatrischen und -psychologischen Forschung. Im Fokus des zweiten Kurses 2025 am 05. November stehen die vielfältigen Herausforderungen im Jugendalter. Der Kurs ist auf max. 15 Teilnehmende limitiert.
Über die Bedürfnisse von Kindern wird heute viel geredet. Aber wie lassen sich diese mit den Bedürfnissen der Familie und der Eltern unter einen Hut bringen? Und werden Kinder wirklich dadurch stark, dass ihre Bedürfnisse immer erfüllt werden? «Es fällt auf, dass derzeit oft Klagen dominieren: Eltern seien am Rande des Burnouts, Kinder überfordert und orientierungslos», konstatiert Dr. Herbert Renz-Polster, der sich seit vielen Jahren als Kinderarzt, Wissenschaftler und Publizist in der Erziehungs-Debatte engagiert. Im Vortrag geht er der Frage nach, welche Begleitung Kinder suchen.
Wie können Eltern und Fachpersonen die junge Generation unterstützen, damit sie Herausforderungen bestmöglich meistern kann? Was hilft Paaren, in ihre neue Rolle als Eltern zu finden? Welche Bedeutung hat Bindungsqualität, und wie geht man in einer Familie mit Konflikten um? Fundierte Antworten auf diese Fragen bietet unser Vortragszyklus: Renommierte Expert:innen vermitteln fundierte Erkenntnisse aus Wissenschaft & Praxis über Kindheit, Elternsein und Familienleben – alltagsnah, inspirierend und im Dialog mit dem Publikum.
Franziska Bobillier ist auf kinder- und jugendpsychologische Trauerbegleitung spezialisiert und veröffentlichte 2022 zu diesem Thema ein Fachbuch im Hogrefe Verlag. «Bei einem Todesfall im nahen Umfeld fühlen sich viele Eltern überfordert – zwischen eigener Trauer und dem Wunsch, im Umgang mit dem trauernden Kind alles richtig zu machen», erläutert die Kinder- und Jugendpsychologin im Video zu ihrem Kosmos Kind-Vortrag. Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Wenn wir diese Unterschiede kennen und verstehen, kann dies eine grosse Ressource für das trauernde Kind, seine Familie und Bezugspersonen sein: «Wir können viel von der Art, wie Kinder trauern, lernen!»
«Die nationalen und internationalen Daten zeigen bei jungen Menschen einen alarmierenden Anstieg von Depressionen, selbstverletzendem Verhalten und Identitätsproblemen», so Dr. Gregor Berger. In seinem Kosmos Kind-Vortrag stellt der langjährige Leiter des Notfallzentrums KANT an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich die Herausforderungen bei verschiedenen Störungsbildern sowie im Krisen-Management vor – mit einem besonderen Fokus auf das Thema Suizidalität. «Ich betrachte Krisenarbeit nicht nur als kurzfristige Hilfe, sondern vor allem als Chance, langfristig unterstützende Massnahmen zu entwickeln.»
«In den ersten Lebensjahren entdecken Kinder – insbesondere auch im Spiel – ihr Geschlecht und legen die Basis ihrer Geschlechtsidentität», erläutert die Pädagogin Annika Butters im Vortragsvideo. Sie probieren sich aus und beobachten ganz genau, wie Erwachsene darauf reagieren und mit dem Thema «Geschlecht» umgehen. Diese Erfahrungen prägen ihre Vorstellungen von Geschlecht und beeinflussen ihre Identität nachhaltig. «Daher ist ein gendersensibler Umgang mit Kindern eine sehr wichtige Erziehungsaufgabe von Eltern und Fachpersonen», betont die Fachexpertin vom Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI).
Über 100 Gäste kamen am 11. Juni 2024 auf Einladung unserer Stifterin Monica Giedion Risch, des Akademiegründers Oskar Jenni und des Verlegers von KEIN & ABER, Peter Haag, zur feierlichen Buchvernissage in unserer Aula. Das vom elfköpfigen Thinktank. Für das Kind veröffentlichte Buch «Kindheit – eine Beruhigung» beschäftigt sich aus einem interdisziplinären Blickwinkel intensiv mit den unterschiedlichen Facetten der Kindheit und möchte zu einem gelasseneren, freudvollen Umgang mit Kindern beitragen.
Die zunehmende Autonomie- und Ich-Entwicklung im Kleinkind-Alter kann für Familien äusserst herausfordernd sein. Trotzen ist an der Tagesordnung, oft auch noch im Kindergartenalter. Viele Eltern von Drama-Queens und Wutzwergen fragen sich, wie sie mit dem fordernden Verhalten umgehen sollen, wie sie ihrem Kind wichtige Werte vermitteln und auf Kindergarten und Schule vorbereiten können. Braucht es mehr oder weniger Freiraum, Regeln und «Erziehung»? Antworten auf diese Fragen bietet das Vortragsvideo mit der Entwicklungspädiaterin Dr. Lena Pfender.
Die mediale Diskussion über das Thema «Transgender» verläuft teilweise sehr polarisiert. Betroffene, Eltern und auch Betreuungspersonen suchen nach Orientierung. Im Video gibt die stellvertretende Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich differenzierte Antworten auf Fragen wie: Warum ist die Zahl der im Jugendalter Betroffenen in den letzten Jahren angestiegen? Ab welchem Alter können Kinder und Jugendliche über ihr Geschlecht Auskunft geben? Gibt es ein zu früh oder zu spät für Behandlungen, und welche psychotherapeutische Unterstützung empfiehlt sich?
Was sind eigentlich typische Verhaltensweisen und Anzeichen für Autismus? Warum spricht man vom sogenannten Autismus-Spektrum? Und wie kann man bereits bei kleinen Kindern eine solche Diagnose stellen? Die Leiterin der Autismus-Sprechstunde am Universitäts-Kinderspital Zürich, Dr. Christina Schaefer, beschreibt die Wege der Diagnostik, die immensen Herausforderungen für betroffene Familien und die Chancen einer umfassenden Begleitung, die wertvolle Begegnungen mit Kindern im Autismus-Spektrum ermöglicht.
Im Video zu ihrem Kosmos Kind-Vortrag erläutert Christelle Schläpfer, die sich in der Schweiz als führende Expertin für Prävention im Bereich Mobbing und Cybermobbing engagiert, die Mechanismen und Auswirkungen von Mobbing. Neben konkreten Ratschlägen für Eltern, wie sie ihr Kind in einer Mobbing-Situation unterstützen können, berichtet sie auch anhand von Studien, welche Narben Mobbing bei Betroffenen hinterlassen kann. «Lehrpersonen und Eltern sollten», so ihr eindringliches Plädoyer, «möglichst frühzeitig eingreifen, sobald Mobbing-Tendenzen erkennbar sind!»
Psychische Störungen nach Ereignissen wie einem Unfall oder aufgrund chronischer traumatischer Erlebnisse (z.B. bei sexueller Gewalt) treten im Kindes- und Jugendalter häufig auf. Prof. Dr. Markus Landolt erläutert anhand von Beispielen aus dem klinischen Alltag die bei Kindern und Jugendlichen typischen Trauma-Folgestörungen. Darüber hinaus stellt der Chefpsychologe am Universitäts-Kinderspital Zürich unterschiedliche Behandlungskonzepte und deren Wirksamkeit vor. Das Vortragsvideo gibt Einblicke in das Spektrum von unterschiedlichen Möglichkeiten, wie traumatisierten Kindern und Jugendlichen nachhaltig geholfen werden kann.
Was weiss man heute aus weltweiten Studien über die Ursachen der ADHS? Welche Herausforderungen und Chancen birgt eine ADHS-Diagnose für Kinder und Eltern? Und in welchen Situationen kann eine medikamentöse Behandlung Erleichterung bringen? Neben Antworten auf diese Fragen gibt der Co-Leiter der Abteilung Entwicklungspädiatrie am Universitäts-Kinderspital Zürich, Oskar Jenni, in seinem Kosmos Kind-Vortrag Eltern und Lehrpersonen alltagsnahe Empfehlungen, wie sie betroffene Kinder mit einer umfeldzentrierten Therapie gezielt unterstützen können.
Die Psychotherapeutin Annette Cina arbeitet am Institut für Familienforschung und -beratung der Universität Fribourg. «Negative Emotionen wie Aggressivität», so die Expertin für Erziehung und Störungen im Familiensystem, «passen nicht in unser ideales Bild einer harmonischen Familie. Doch sieht die Realität im Alltag oft anders aus, als Eltern sich das wünschen: Stress, schwierige Lebensphasen oder störrisches Verhalten der Kinder lösen Reaktionen aus, die im Rückblick nicht in Ordnung sind.» Wie man lernt, mit der eigenen Wut und der Wut der Kinder umzugehen, erfahren Sie in diesem Vortragsvideo.